Der Findling. Zweiter Band. by Jules Verne

(2 User reviews)   1721
By Abil Kile Posted on Dec 30, 2025
In Category - Romance
Verne, Jules, 1828-1905 Verne, Jules, 1828-1905
German
Hey, if you're craving a classic adventure with a twist of mystery, grab this Jules Verne sequel. It picks up right after the first book, following a young man named Axel as he tries to untangle the truth about his past. Is he truly the long-lost heir to a fortune, or is he caught in a massive, dangerous lie? The story throws him into a whirlwind of secret societies, hidden clues, and globe-trotting chases. It's less about submarines or space and more about identity and deception. Think of it as a Victorian-era thriller—a page-turner that asks how far you'd go to discover who you really are.
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Schrittes das Cabinet, um die Befehle seines Herrn auszuführen. Seine Herrlichkeit Lord Piborne zählt fünfzig Jahre -- fünfzig Jahre, die seiner mehrere hundert Jahre alten und von keinem Verstoß gegen die Ehre des Adels, von keiner Mißheirat befleckten Familie hinzuzurechnen waren. Ein hervorragendes Mitglied des englischen Oberhauses, bedauert er in gutem Glauben das Aufhören vieler alten Privilegien der Feudalzeit, die schöne Zeit der Lehen, Renten, der Allodialgüter und Domänen, der Macht persönlichen Gerichtsstandes, deren sich seine Ahnen erfreuten, und der tiefen Ehrerbietung, die diesen jeder Lehensmann ohne Zögern entgegenbrachte. Alles, was nicht von einer, der seinigen ebenbürtigen Herkunft ist, was sich eines so alten Stammbaumes nicht rühmen kann, steht für ihn auf der Stufe des Bauers, des Bürgers, wenn nicht gar des Leibeignen oder Sclaven. Er ist Marquis, sein Sohn folglich Graf. Baronetts, Ritter und andre niedre Adelige haben seiner Auffassung nach kaum das Recht, in den Vorzimmern der wirklich vornehmen Welt zu erscheinen. Groß, hager, das Gesicht glatt rasiert, die Augen wie erloschen, so sehr sind sie gewöhnt, Mißachtung auszudrücken, im Sprechen karg und trocken, repräsentiert Lord Piborne den Typus jener hochmüthigen Edelleute, die sich in den Hüllen bestaubter Pergamente vergraben und die -- glücklicher Weise -- selbst in dem aristokratischen Königreiche Großbritannien und Irland jetzt auf den Aussterbeetat gesetzt scheinen. Hierzu ist nachzutragen, daß der Marquis englischer Abstammung ist und daß er keine Mesalliance einging, als er die Marquise, die schottischer Herkunft ist, zum Altare führte. Ihre Herrlichkeiten waren ganz für einander geschaffen, beide fest entschlossen, niemals von ihrem hohen Sitze herabzusteigen, und wahrscheinlich auserlesen, eine noch höher steigende Nachkommenschaft zu hinterlassen. Sie bildeten sich ohne Zweifel ein, daß Gott dereinst erst Handschuhe anlegen würde, um sie in seinem Paradiese nach Gebühr zu empfangen. Die Thür öffnete sich, und als hätte es sich um den Eintritt einer hohen Dame in einen Empfangssalon gehandelt, meldete der Kammerdiener: »Ihre Herrlichkeit Lady Piborne.« Die Marquise -- eine reife Vierzigerin -- groß, hager, eckig, die Haare von breitem Stirnband gehalten, die Lippen dünn, die Nase aristokratisch adlerartig, die Taille schlank und die Schultern abstehend -- war gewiß niemals schön gewesen; was aber die Vornehmheit der Haltung und des Benehmens, die Uebereinstimmung in Traditionen und Privilegien anging, hätte Lord Piborne gewiß keine bessere Gemahlin finden können. John rollte einen wappengeschmückten Lehnstuhl heran, worauf die Marquise sich niederließ, und zog sich lautlos zurück. Der vornehme Gemahl richtete das Wort an die Dame. »Sie werden verzeihen, Marquise, daß ich Sie ersuchen lassen mußte, Ihre Gemächer zu verlassen, um mir die Gunst einer Besprechung in meinem Cabinet zu gewähren.« Es braucht nicht Wunder zu nehmen, daß ihre Herrlichkeiten, selbst in privater Unterhaltung, so schwulstige Phrasen drechselten. Das gehört hier einmal zum guten Ton. Und übrigens waren beide noch in der »Puder- und Perrückenschule« der früheren Gentry aufgewachsen. Nie hätten sie sich zu der Vertraulichkeit des landläufigen Geplauders herabgelassen, das Dickens im Scherze »Perrucobalivernage« genannt hat. »Ich stehe zu Ihrem Befehl, Marquis, erwiderte Lady Piborne. Welche Frage hätten Sie an mich zu richten? -- Ich möchte, Marquise, Sie ersuchen, mir mit Ihrem Gedächtniß zu Hilfe zu kommen. -- Ich höre. -- Sind wir nicht gestern gegen drei Uhr nachmittags hier vom Schlosse weg nach Newmarket und zu unserm Attorney, Herrn Laird, gefahren?« Der Attorney ist der bevollmächtigte Rechtsanwalt, der seinen Auftraggeber bei den Civilgerichten des Vereinigten Königreiches vertritt. »Gewiß... gestern... Nachmittag, antwortete Lady Piborne. -- Erinnere ich mich recht, so hat Graf Ashton, unser Sohn, uns im Wagen begleitet? -- Ganz recht, Marquis, er nahm einen Platz auf dem Vordersitze ein. -- Die beiden Lakeien standen doch hinter uns auf dem Wagen? -- Ja wohl, wie das...

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So, you've picked up the second volume of Verne's Der Findling (The Foundling). Let's dive in.

The Story

This book continues the saga of Axel, our young protagonist. He's been told he's the missing heir to a significant legacy, but now doubts are creeping in. The story follows his quest for proof, which quickly spirals into a dangerous game. He's not just reading old letters; he's dodging suspicious characters, deciphering cryptic messages, and racing across continents to stay one step ahead of those who want the truth—whatever it is—to remain buried. The central mystery isn't about a physical journey to the center of the earth, but an inward journey to the center of a personal lie.

Why You Should Read It

I love this side of Verne. While he's famous for his scientific wonders, here he shows a real knack for human drama and suspense. Axel is a relatable hero—confused, determined, and in over his head. The tension comes from not knowing who to trust, which makes every encounter crackle with possibility. It's a fascinating look at 19th-century Europe, its class structures, and the sheer difficulty of verifying anything before the digital age. The pace is fantastic; Verne keeps the plot moving with new revelations and narrow escapes.

Final Verdict

This is a great pick for readers who enjoy classic adventure but want something a bit more personal than a voyage in a balloon. It's perfect for mystery lovers and anyone who likes a good "identity swap" or inheritance plot. If you've ever wondered what a Jules Verne novel would look like as a conspiracy thriller, this is your answer. Just be ready to start questioning everything alongside the main character.



🟢 Free to Use

This historical work is free of copyright protections. Share knowledge freely with the world.

Emma Jackson
6 months ago

Just what I was looking for.

Ava Gonzalez
1 month ago

As someone who reads a lot, the pacing is just right, keeping you engaged. One of the best books I've read this year.

4
4 out of 5 (2 User reviews )

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