Inhaltsverzeichnisses und der Kapitelüberschriften bleiben unkorrigiert. Die in der ‚Druckfehler-Berichtigung‘ angegebenen Stellen wurden bereits in den Text mit aufgenommen. Desweiteren wurden die folgenden Passagen korrigiert: S. 2: ‚eigenlich‘ → ‚eigentlich‘ S. 3: ‚jahrzehnte lang‘ → ‚jahrzehntelang‘ S. 20: ‚massvoll‘ → ‚maßvoll‘ S. 21: ‚Grosstun‘ → ‚Großtun‘ S. 26: ‚faßt‘ → ‚fasst‘ S. 27: ‚nocht‘ → ‚noch‘ S. 31: ‚Kasetten‘ → ‚Kassetten‘ S. 38: ‚Selbstständigkeit‘ → ‚Selbständigkeit‘ (harmonisiert) S. 40: ‚von einer‘ → ‚vor einer‘ S. 67: ‚politierte‘ → ‚polierte‘ S. 88: ‚achzig‘ → ‚achtzig‘ S. 101: ‚von einen Ort‘ → ‚von einem Ort‘ S. 115: ‚Raum und Mitteln‘ → ‚Raum und Mittel‘ S. 117: ‚aus Maeterlincks mystischen‘ → ‚aus Maeterlincks mystischem‘ S. 120: ‚aßgelenkt‘ → ‚abgelenkt‘ S. 124: ‚vernachläßigt‘ → ‚vernachlässigt‘; ‚unter dem Einfluß gekommen‘ → ‚unter den Einfluß gekommen‘ S. 127: ‚uud‘ → ‚und‘ S. 139: ‚Arbeitstitsch‘ → ‚Arbeitstisch‘ S. 140: ‚austoben‘ → ‚sich austoben‘ S. 145: ‚Sonnenaufgang und -Untergang‘ → ‚Sonnenaufgang und -untergang‘ S. 152: ‚Flaçon‘ → ‚Flacon‘ S. 164: ‚Körber‘ → ‚Körbe‘ S. 167: ‚überflüßig‘ → ‚überflüssig‘ S. 173: ‚der früheren Kapiteln‘ → ‚der früheren Kapitel‘ Gesperrt gedruckte Passagen sind mit Unterstrichen umgeben (_gesperrt_). ################################################################## JOSEPH AUG. LUX DIE MODERNE WOHNUNG UND IHRE AUSSTATTUNG JOSEPH AUG. LUX DIE MODERNE WOHNUNG UND IHRE AUSSTATTUNG MIT 173 BILDERN UND 8 FARBIGEN TAFELN NACH WERKEN UND ENTWÜRFEN VON MODERNEN ARCHITEKTEN UND IHREN SCHULEN 1905 WIENER VERLAG WIEN UND LEIPZIG DRUCK VON W. SCHLENKER, WIEN, IX., WÄHRINGERSTRASSE 26. MEINER FRAU. INHALT. Seite Tradition und Moderne 1 „Schmücke Dein Heim“ 17 Die Ästhetik der Miethswohnung 25 Wände und Decke, Vorhänge und Teppiche 31 Lichtkörper und Heizkörper 39 Vorzimmer und Dienerzimmer 44 Die Küche 50 Ästhetik des Eßtisches 55 Das Speisezimmer 64 Der Salon 69 Wie man Bilder hängt 77 Das Porträt im Wohnraum 84 Plastik im Zimmer 94 Junggesellenheim und Herrenzimmer 100 Das Musikzimmer 112 Schlafzimmer und Bad 121 Das Kinderzimmer 136 Das Spielzeug 144 Das Mädchenzimmer 151 Blumen am Fenster 158 Blumenkörbe 163 Die Offizierswohnung 165 Die Arbeiterwohnung 169 Tradition und Moderne. [Illustration: Panneau von Arch. Max Benirschke, Düsseldorf.] [Illustration: Möbel um 1820. Schloß Wetzdorf.] Ein verblühtes Lächeln von Liebenswürdigkeit und lebensfrohem Behagen ist an den Dingen der Biedermeierzeit abzulesen. Zu den hellgelben Kirschholzmöbeln, oder nachgedunkelten Mahagonimöbeln, zu der unerdenklichen Fülle von Formen, Schränken und Tischen aller Art, Damenschreibtischen und Nähtischen, stummen Aufwärtern und Kommoden, zu den großblumigen Möbelbezügen und den hellen Gardinen, den Blumen am Fenster und den gestickten Glockenzügen, zu all der gefühlsseligen Geburtstagslyrik, welche den Proben des häuslichen Kunstfleißes von den Schlummerkissen bis zu des Hausvaters Samtkäppchen oder Samtpantoffeln, eingewebt war, gehören die Locken an der Schläfe, unter den bebänderten Florentinerhüten hervorquellend, die weißen duftigen Tüllkleider oder schwere Seide in abgetönten sentimentalen Farben, heliotrop, dunkellila, altrosa und schwarz. Schwind’s Frauengestalten mag man sich dabei gerne vorstellen. Der spätgeborene Enkel blickt mit einer gewissen affektierten, halb spöttischen, halb gönnerhaften Überlegenheit, hinter der sich nur allzuoft eine unbefriedigte Sehnsucht verbirgt, auf jene großelterlichen Tage zurück, in denen sich das Bürgertum auf seine Art auslebte, und zu jener Einheit der Lebensäußerungen gelangte, welche die Bezeichnung Stil verdient. Eine spätere Zeit hat diesen Stil »Biedermeier« getauft. In diesem Worte verdichtet sich für uns die Vorstellung einer vollkommen durchgebildeten bodenständigen Kultur, die in ungebrochener Linie von den gewöhnlichen Tageserscheinungen bis zu den Gipfelpunkten, welche die Namen Grillparzer, Schubert, Schwind bezeichnen, emporsteigt. Und ein sonnenhaftes Lächeln umspielt heute alle Lippen, welche dieses Wort nennen. Man war nicht immer so freundlich gesinnt. Die jüngst verwichene Zeit, welche dem Kultus der historischen Stile frönte, hat in das Wort Biedermeier jenes Maß von unsäglicher Verachtung hineingelegt, welche der Kosmopolit, auch der vermeintliche, für das Spießbürgertum immer bereit...
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Jennifer Moore
1 year agoFast paced, good book.