Der Damen-Reitsport by Richard Schoenbeck

(5 User reviews)   2983
By Abil Kile Posted on Dec 30, 2025
In Category - Adventure
Schoenbeck, Richard, 1840-1919 Schoenbeck, Richard, 1840-1919
German
If you think Victorian-era horse riding was just a simple hobby, this book will change your mind. Richard Schoenbeck's 19th-century guide to 'ladies' equestrian sport' is a fascinating window into a world where riding was a complex social performance. It's not just about staying on the horse – it's about posture, fashion, and navigating strict societal rules. The real tension here isn't man versus beast, but woman versus expectation. This isn't a dry manual; it's a snapshot of a time when how you sat in a saddle could define your entire social standing. Perfect for anyone curious about hidden corners of history.
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Gegenteil -- zu Nutz und Frommen aller reitfreudigen Damen -- lustig empor. Vor mehreren Jahren hatte es allerdings den Anschein, als wenn das Fahrrad siegreich emporsteigend und jeden andern Bewegungssport überflügelnd, sich die Welt erobern wollte, und die Weisen des Fahrradsports erklärten unumwunden, daß damit die bisher unbestrittene Herrschaft des Pferdes als vornehmstes Luxus- und Sportmittel zu Ende sei. Die Erscheinungen, auf denen diese Ansicht basierte, waren allerdings danach angetan, sie nicht unmotiviert erscheinen zu lassen. Sie traten ganz besonders in Amerika, England und Frankreich hervor, wo die Tattersalls und Reitinstitute leer standen und deren Besitzer sorgenvolle Gesichter machten, denn viele ihrer Klienten und Pensionäre waren vom lebenden Roß auf das Stahlroß gestiegen. Dieses jedoch hat längst den Kulminationspunkt seiner Siegeslaufbahn überschritten. In der besseren Gesellschaft aber, -- wenigstens bei uns in Deutschland -- hat das Fahrrad wohl nie recht festen Fuß zu fassen vermocht, und heute ist das edle Luxuspferd ein eben so gesuchter Artikel, wie er es stets gewesen. »Wer nie im Morgensonnenlicht Auf flüchtgem, leichtbehuftem Pferde Den Wald durchflog -- der kennt sie nicht, Die höchste Wonne dieser Erde!« Tausende und Abertausende von Reitern werden die Wahrheit dieses Verses bestätigen. Aber nicht nur sie, sondern auch die Vertreterinnen des schönen Geschlechts, denen es vergönnt ist, sich dieser edelsten aller Sportarten hingeben zu können, werden das tun, denn das Reiten ist nicht ausschließlich ein Vorrecht der Männer, war es zu keiner Zeit! Von jeher haben sich auch Frauen zur Fortbewegung und zum Vergnügen je nach Bedürfnis der Reittiere bedient. Nur daß ehemals vielfach Notwendigkeit war, was heute ein ebenso angenehmer, wie gesundheitsfördernder Sport ist. Wagen waren beispielsweise im Mittelalter bei der Unebenheit, ja Unergründlichkeit -- auch Unsicherheit können wir noch hinzufügen -- der Straßen für längere Reisen außerordentlich unbequem, oft geradezu unmöglich zu gebrauchen, abgesehen davon, daß ihre Bauart noch höchst primitiver Natur war. Die Damen der besseren Stände mußten ihre Reisen deshalb zu Pferde unternehmen, und da sie unter dem Diagonaltrab des Pferdes arg zu leiden hatten -- auch die Damensättel waren zu jener Zeit recht mangelhaft -- dressierte man zu ihrer Erleichterung den Damenpferden, »Zeltern«, eine künstliche Gangart, den »Paß« an, bei dem statt der diagonalen Vorwärtsbewegung der vorderen und hinteren Gliedmaßen des Pferdes sie sich gleichseitig vorwärts bewegten, womit, gleich wie bei dem Kamel, eine zwar etwas schwankende, aber ungleich sanftere und daher für lange Touren bequemere Gangart erzielt wurde. Daß die Reiterin übrigens auch schon in den dem Mittelalter voraufgehenden Jahrhunderten eine bekannte Erscheinung gewesen sein muß, geht aus der großen Zahl von rossetummelnden Frauen hervor, von denen uns Dichtung und Sage zu berichten wissen. So zogen, wie erzählt wird, um die Mitte des 12. Jahrhunderts dreihundert tapfere Jungfrauen wohlberitten mit Kaiser Konrads Kreuzheer ins heilige Land, und auch im Frieden taten sich deutsche Frauen oft genug in dieser chevaleresken Kunst hervor. Gern begleiteten sie ihre Herren und Gebieter auf die Hatz von Hirsch und Eber; als ganz besonderen Sport aber betrieben sie die Reiherbeize mit dem Falken. Freilich nicht immer mit Glück: beide Gemahlinnen Kaiser Maximilians, Maria von Burgund und Blanka Sforza, verloren dabei durch Sturz vom Pferde ihr Leben, ebenso erlitt Katharina von Medici dabei zweimal bedeutende Verletzungen. Was den heut üblichen Quersitz der Damen betrifft, so scheint er vor dem 12. Jahrhundert nur ausnahmsweise angewendet worden zu sein. Wir haben allerdings keine Nachrichten darüber, wie die Frauen des Altertums zu Pferde saßen; wir wissen nichts davon, weder von Semiramis, noch Dido, Cloelia, der persischen Königin Rhodoguna, Zenobia, Cäsonia, den Frauen des Caligula, Hiera, der schönen Mysierin, den Frauen Palästinas usw. Amianus Marcellinus scheint anzudeuten, daß die Frauen nur auf einer Seite...

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Published in the late 1800s, Der Damen-Reitsport (Ladies' Equestrian Sport) is exactly what it sounds like: a guide for women who rode horses. But it's so much more than a 'how-to' book.

The Story

There isn't a traditional plot. Instead, Schoenbeck lays out the rules. He details everything from the correct way to mount a horse in a long skirt to the proper etiquette for riding in public parks. He covers the types of horses suitable for women, the specific saddles and outfits required, and the subtle social signals communicated through riding. The book presents riding as a carefully choreographed dance, where every movement was watched and judged.

Why You Should Read It

What makes this old manual compelling is the unspoken story beneath the instructions. You're not just learning about reins and gaits; you're seeing the rigid box society built for women of a certain class. The author's tone is practical, but the subtext is about control, appearance, and maintaining a very specific feminine ideal. It's a quiet, powerful look at how a leisure activity was loaded with rules and meaning.

Final Verdict

This is a niche read, but a rewarding one. It's perfect for history buffs who enjoy social history, for equestrians curious about the roots of their sport, or for anyone who likes primary sources that show how people really lived. Don't expect a thrilling novel. Do expect a short, insightful trip to a world where riding sidesaddle was about much more than just comfort.



🏛️ Copyright Status

No rights are reserved for this publication. Thank you for supporting open literature.

Elizabeth Lopez
1 year ago

Good quality content.

Jessica Johnson
11 months ago

Compatible with my e-reader, thanks.

Margaret Wright
10 months ago

A bit long but worth it.

Matthew Johnson
4 weeks ago

Finally a version with clear text and no errors.

John Hernandez
1 year ago

Compatible with my e-reader, thanks.

4.5
4.5 out of 5 (5 User reviews )

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